Verkehrsunfall

Regelmäßig ist ein Verkehrsunfall ein erschreckendes bis schockierendes Ereignis. Wortwörtlich stehen die Unfallbeteiligten nicht selten unter Schock im medizinischen Sinne. Sollte es nur den geringsten Verdacht auf einen Personenschaden geben, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen. Die Gesundheit ist unvergleichbar wichtiger als jeder mögliche wirtschaftliche Schaden.

Die Regulierung eines Unfallschadens erfolgt in 2 Schritten: zunächst ist zu klären, wer dem Grunde nach für den entstandenen Schaden haftet. Nicht selten haften die Unfallbeteiligten anteilig nach Quoten. Grundsätzlich ist jedem Unfallbeteiligten sogar eine Haftung aus Betriebsgefahr auferlegt. Diese Haftung tritt nur dann zurück, wenn der Unfall durch höhere Gewalt oder bei einer Schadensverursachung durch mehrere Kraftfahrzeuge der Unfall durch ein unabwendbares Ereignis verursacht ist. Der Fahrzeugführer haftet nicht, wenn er den Schaden nicht vermeiden konnte. Die Feststellung der Haftung dem Grunde nach bereitet mitunter einige Schwierigkeiten, denen durch ein Sachverständigengutachten abgeholfen werden kann.

Im 2. Schritt, wenn also die Haftung bzw. die Haftungsquote feststeht, ist die Höhe des Schadens zu ermitteln. Auch hier ist anwaltlicher Beistand ratsam, da einem juristischen Laien kaum alle Schadenspositionen bekannt sind.

Der Fahrzeugschaden ist durch Gutachten oder einen Kostenvoranschlag noch leicht zu beziffern. Die Höhe eines gegebenenfalls zu erstattenden Schmerzensgelds kann nur im Vergleich mit einschlägiger Rechtsprechung beziffert werden. Weitere Schadenspositionen sind z.B. der Nutzungsausfallschaden und der Haushaltsführungsschaden, Gutachterkosten und entstandene Rechtsanwaltsgebühren.

Wenn feststeht, dass ein Unfallbeteiligter dem Grunde nach für den entstandenen Schaden nicht haftet, ist die Vertretung durch einen Rechtsanwalt für ihn letztendlich nicht mit Kosten verbunden, da diese Kosten die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung zu tragen hat.

Damit Ihre Interessen bestmöglich gewahrt sind und auch alle Schäden tatsächlich reguliert werden, ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts zu empfehlen. Es ist nämlich fraglich, ob eine ersatzpflichtige Versicherung freiwillig alle abzurechnenden Schadenspositionen mitteilt, richtig beziffert und erstattet.